Eisige Kälte

Meine Lieben,

da liegt ein recht milder Winter hinter uns, und nun, wo mein Lieblingsmann und ich eine Woche Urlaub haben werden, da nähert sich uns eisige Kälte.

Eine Woche Urlaub liegt hinter uns, die gleichzeitig eine Woche eisige Kälte barg. Wenn ich ehrlich bin, darauf hätte ich gerne verzichten können.

Bei Minus 13 Grad haben wir länger gebraucht, uns und die Hundemädels Zina und Feli anzuziehen, als im Wald spazieren zu gehen. Herrchen und Frauchen zogen sich nach dem Zwiebelschalenprinzip an. Wir schälten uns in Unterhose, Unterhemd, dicke Socken und die gefütterte Jeans, worüber ein dicker Pulli oder ein Pulli mit Weste kam. Darüber trugen wir unsere Winterjacken, dazu Mütze, Schal und Handschuhe. Irgendwo zwischen all den nötigen Teilen für das Hinausgehen in die eisige Kälte, mussten dann auch die Hundemädels eingekleidet werden. Feli kam wie immer freudig angelaufen, um ihren Hundemantel angezogen zu bekommen. Darüber kamen Geschirr und Halsband und schon war sie fertig zum Ausgang.

Sah unsere Zina aber ihre Feli fertig angezogen an der Haustür stehen, dann flüchtete sie Richtung Sofa und vergrub ihren Kopf in den Kissen nach der Devise, sehe ich dich nicht, siehst du mich nicht. Wen sie in der Hauptsache nicht sehen wollte, dass war der Pullover, den ich in der Hand hielt. Zina mag keine Pullover anziehen. Wobei das Anziehen wohl das Schlimmste ist, denn trägt sie den Pulli erst einmal, dann vergisst sie ihn sofort und bewegt sich wie ohne Pullover. Das gleiche Versteckspiel findet bei Mänteln und Badehandtüchern statt. Zina mag sie nicht anziehen.

Feli im Mantel und Zina im Pulli für die eisige Kälte

In der Mitte unseres Ankleidens gegen die eisige Kälte begann die Hundeanzieherei, denn waren wir schon völlig angezogen, schwitzten wir unter den gefühlten tausend Kleiderschichten durch. Es kam also auf den richtigen Zeitpunkt an.

Dann starteten für einen kurzen Gang durch den Wald, der auf einer Lichtung endete, auf der Zina und Feli ein paar schnelle Runden drehten, in dem sie sich gegenseitig jagten. Im Anschluss daran liefen wir über den Parallelweg zurück. Am Auto zurück, froren mir meine Hände trotz warmer Handschuhe in der eisigen Kälte.

Im Wald ging Feli an der Langlaufleine, denn die eisige Kälte brachte die für sie reizvollsten Gerüche von Rehen und Wildschweinen in ihre Nase. Um deren Spuren zu folgen, hätte sie uns gerne vor Ort stehen lassen und wäre ihrer Lauf-  und Jagdspur gefolgt. Dazu war es uns aber eindeutig zu kalt. Doch nach vier Tagen Langlaufleine gönnten wir ihr eine Runde freies Laufen am Kanal.

Zinas Blick auf den Kanal - eisige Kälte

Wir hatten das Gefühl, dass die eisige Kälte uns am Kanal noch viel mehr im Griff hatte als im Wald. Das Wasser war gefroren und eine Fahrrinne zeichnete sich ab. Eine einzelne Ente schwamm bei der eisigen Kälte im Wasser. Die Hundemädels hatten ihren Spaß, indem sie an den Seiten hin und her flitzten. Wir blieben nur kurze Zeit in der eisigen Kälte, wobei uns der Anblick der ruhenden Natur faszinierte.

Nun haben wir endlich wieder Plus Temperaturen, was mich aufatmen lässt. Ich bin froh, den Kleiderwust los zu sein. Habt eine schöne Woche,

liebe Grüße von  Eurer Birgit Eisschicht auf dem Kanal - eisige Kälte

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