In aller Ruhe durch den Winterwald

Meine Lieben,

endlich ist auch bei uns in Nordrhein Westfalen der Winter eingetroffen. Wir haben Schnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt herum. Was gibt es da für meine Hundemädels Zina und Feli und mich Schöneres, als in aller Ruhe durch den Winterwald zu streifen?

Das erste, was die Hundemädels machen, wenn die Rasenfläche von einer geschlossenen Schneedecke bedeckt ist, ist es zu toben ohne Ende. Sie lieben es, sich zu jagen und zu kebbeln bis sie durchgefroren sind, um dann wieder freiwillig ins Haus zu kommen. Manchmal müssen auch wir Menschen den Schlusspunkt setzen, indem wir sie herein in das warme Haus rufen, damit sie sich aufzuwärmen.

Ganz anders aber ist es, wenn wir uns in unseren angestammten Wald begeben, den jetzt in ein weißes Winterkleid ziert. Hier ist die überschwappende Kraft aus den Hundekörpern einer Bedachtheit und Achtsamkeit gewichen, die es einfach nur in der Winterzeit gibt. Zina und Feli streifen in aller Ruhe durch den Winterwald, schnüffeln hier und dort. Ihre Nasen haben ohne Ende zu tun, denn sie sind auf höchstem Level aktiviert

In aller Ruhe durch den Winterwald

Feli liebt es, den Spuren des Wildes zu folgen. Sie entdeckt jeden von den Rehen getretenen Weg und folgt diesem dann ins Unterholz, so weit es ihre Leine zulässt. Zumeist endet ihre Aussicht auf einer kleinen Erhöhung, bei der ich dann immer den Eindruck habe, dass sie mehr sieht als ich. Endet die Leine, so kehrt sie zu Zina und mir auf den Hauptweg zurück. Schon bald nimmt ihre Nase eine neue Spur auf. Ist es eine sehr interessante Spur, so atmet sie auch über ihr Maul ein. Ganz aktiv arbeitet sie mit den Gerüchen.

Unsere kleine Feli als Jagdhund zu erleben ist für uns schon sehr interessant. Meist kennen wir sie als Hütehund, der uns Menschen umrundet und zusammenhält. Doch im Winter befindet sie sich im Jagdmodus, wenn wir in aller Ruhe durch den Winterwald streifen. Dann sind es die Gene ihrer Beagel Mama, die sie auslebt.

Feli wittert die Rehe, wenn wir in aller Ruhe durch den Winterwald stromern

Jagdmodus bedeutet in Felis Fall, dass sie in völliger Entspannung ihre Nase arbeiten lässt, lautlos und langsam bewegt sie sich. Intensiv nimmt sie alle Wildgerüche auf. Schon ein paar Mal hat sie Rehe in ihrer Nase gehabt, die kurz danach unseren Weg kreuzten. Ich hänge dann hinten an der Leine, wie ein Fähnchen im Wind. Wie gerne wäre Feli jetzt bei den Rehen, um mit ihnen um die Wette zu laufen, doch das geht halt nicht. Ich glaube, die Rehe wissen das, da sie sich völlig entspannt an uns vorbei bewegen.

Zina stört unsere Feli dabei überhaupt nicht. Sie schnüffelt sich von Hundespur zu Hundespur, sowohl am Boden als auch an kleinen Ästen und Baumstämmen. Ganz selten treffen sich die beiden an einer besonders interessanten Stelle, die sie dann gemeinsam besuchen.

Gemeinsam Spurensuche von Zina und Feli

Ab und zu setzt Zina eine Marke über einen vertrockneten Köttel, was Feli kaum macht. Da muss Zina schon eine Stelle übersehen oder ignoriert haben, dass Feli auch markiert. Rehe interessieren Zina nur insoweit, dass sie Feli erstaunt anblickt, wenn diese den Rehen hinterher jankert. „Meine Güte, Feli, die gehen hier halt auch spazieren“, scheint ihr Blick zu sagen, bevor ihre Nase schon wieder einer neu entdeckten Spur folgt.

Zina Schnüffelnase , wenn wir in aller Ruhe den Winterwald genießen

Nach und nach arbeiten wir drei unsere angestammten Waldwege ab. Ich genieße die Schneeluft und atme die klare Winterluft tief in mich hinein. Es tut so gut! Meine Augen erfreuen sich am winterlichen Anblick der Bäume, wobei es mir besonders die mit Schnee bedeckten Baumstämme angetan haben.

Völlig relaxt kehren wir heim, kuscheln uns auf das Sofa und selbst ich mache meist, aus der Kälte kommend, ein kleines Nickerchen. In aller Ruhe durch den Winterwald gestromert zu sein, lässt meinen Geist und meine Seele zur Ruhe kommen, die ich dann mit in einen wunderbaren Tag nehme.

Ich wünsche euch eine schöne Winterwoche und Glückauf,

Eure Birgit

Winterwald

2 thoughts on “In aller Ruhe durch den Winterwald

  1. Wir (Tabby, Oro + Ich) lieben die Schneenächte. Ab 5cm gerade gefallenen Neuschnee durch die winterliche Stille wandern ist unser höchstes Glück. Eine sagenhafte Stille liegt dann über Allem, nur das knarzen unter meinen Füßen ist zu hören. Ist es ziemlich warmer Schnee, sind alle Äste und Ästechen dick belegt mit Schnee, ein wunderschöner Anblick, wenn man das Glück einer Mondhellen Nacht hat. Am nächsten Tag ist der größte Zauber dann meist verschwunden, deshalb genießen wir ihn nächtens solange es eben geht.
    HDL Gitti

  2. Liebe Brigitte,
    das hast du wunderschön geschrieben. Ich wünsche Oro, Tabby und dir noch viele gemeinsame, so schöne Schneenächte.
    Es liegt dann wirklich ein Zauber in der Luft.
    HDL Birgit

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