Traum

Beim letzten Neumond ging ein von mir lange gehegter Wunsch in Erfüllung, denn im Traum traf ich auf meine Elli.

Ich bin ein sehr oft träumender Mensch. Die Nacht des Neumondes und die drei Nächte vor dem Vollmond bergen für mich eine Energie, die mich in wunderbare Traumwelten aufbrechen lässt. Doch meinen Seelenhund Elli, den habe ich bisher immer nur schemenhaft wahrgenommen.

Liegende Elli, Traum

Elli ist die große Hundeliebe unseres Lebens. Sie ist der Seelenhund unserer Familie, der unser Haus für die Hunde aus Aegina öffnete. Unsere Elli verstarb im Mai 2015 nach zweijähriger schwerer Nierenerkrankung in unseren Armen. Wir mussten sie schweren Herzens zu ihrer  Hundeschwester Cooki ziehen lassen, die zwei Jahre vorher von uns gegangen war. Seit dem Zeitpunkt ihres Todes warte ich auf eine Wiederkehr von Elli in meinen Träumen.

Meine Mama kam im Traum, dann kam meine Oma. Selbst Cooki, unsere Portugiesin aus dem Tierheim Marl, besuchte mich kurz. Nur meine Elli, die kam mich nie besuchen.

Beim letzten Neumond war es nun endlich so weit, dass mein Wunsch wurde wahr. Ich träumte einen wunderbaren Elli Traum.

Elli & Frauchen beim Toben, Traum

Ich befand mich auf unserer Waldrunde. Spielbereit lag sie im Wald unter unserer Buche. Das ist die Buche, an der bisher jeder Hund seinen Energieschub bekam und lostobte. Bei unseren Katzen nannte ich es immer die verrückten fünf Minuten, wenn sie lostobten ohne Grund. Elli lag also mit den Vorderpfoten und dem Kopf flach auf dem Boden, wobei sie den Popo in die Luft streckte und mich so zum Spielen und Jagen aufforderte. Sie rannte auf mich zu, stoppte plötzlich, machte kehrt und rannte um ihren dicken Baum herum. Die Szene wurde  immer schneller. Beim Ansehen eines Filmes würde man sagen, es folgten viele Schnitte schnell aufeinander.

Elli bellte vor Freude in den höchsten Tönen wie nur unsere Elli vor Freude bellen kann. Ihr kleines Hundepföttchen wackelte so schnell von rechts nach links und von links nach rechts wie im wahren Leben. Als ich mit den Augen kaum noch folgen konnte, da kam ihre Hundeschwester Cooki dazu. Unsere zwei Braunen waren im Traum wie im Leben vereint.

Elli & Cooki Toben, Traum

Elli und Cooki spielten wie sie immer spielten. Sie tobten, wie sie immer tobten. Hei, gib ihm, so rannten sie um die Sommerbuche herum. Stoppen, rennen , jagen, ausbrechen auf die Wege und wieder einholen. Zwischen den Wurzeln des Baumes schlabberten sie Wasser. Nur Elli und Cooki tranken dort ihr Wasser. Unsere Weißen, Zina und Feli, mögen es nicht. Sie bevorzugen das Wasser aus Pfützen und dem Kanal.

Als ich langsam erwachte, bemerkte ich, dass es war nur ein Traum. Meine Freudentränen begannen zu laufen. Aber im Gegensatz zu anderen Träumen konnte ich diesen noch ein wenig festhalten. Ich fühlte mich nach dem Schließen der Augen noch unter der Buche an einem warmen Sommertag. In meinen Armen  hielt ich meine weiche Elli. Gut gefüttert fühlte sie sich an und ihr Fell glänzte. Von unserer erkrankten, knochigen Elli gab es keine Spur mehr. Während ich sie hielt, verblasste sie langsam und verschwand in meiner Herzseite und schwups – ihre Cooki hinterher.

Elli, die HUndedame - Traum

Voller Dankbarkeit kuschelte ich mich in meine Bettdecke und ließ die Schwingungen des Traumes in mir nachwirken. Mit dieser Liebe im Herzen knuddelte ich dann Ellis Hundeerben Zina und Feli, die irgendwie den besonderen Augenblick spürten und sich im Bett an mich kuschelten.

Am kommenden Dienstag um acht Uhr wird mein linker Knöchel während einer Narkose operiert, und dann hoffe ich auf ein Wiedersehen mit den in meinen Herzen wohnenden Lieben. Das hat schon des Öfteren geklappt.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich in eure Gebete einschließt, mir einen wohlwollenden Gedanken zukommen lasst oder eine kleine Kerze für meine Genesung entzündet. Herzliche Grüße sendet euch

eure zuversichtliche und dankbare Birgit.

Cooki & Elli, Traum

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