Urlaubsgefühle

Meine Lieben,

es ist wieder so weit, unser Texelurlaub 2017 steht an und mit ihm kehren sie wieder, meine Urlaubsgefühle. 

Zuerst einmal ist da die Vorfreude. Schon lange vor dem Urlaub verfolgen mein Lieblingsmann und ich in den den sozialen Medien die wunderschönen Bilder, die die in Texel Verliebten posten. Jedes Mal bin ich mit meinen Urlaubsgefühlen ein bisschen mit auf der Insel, wenn ich die Ecken sehe, zu denen ich noch hin möchte oder die,, die ich schon besucht habe. In diesem Jahr möchte ich die Handfähren und das weiße Kälbchen finden, das bei Instagram so oft gepostet wurde. In den nicht so schönen Zeiten im Jahr erwärmen diese Bilder mein Herz und der Rest meiner Welt schaut nicht mehr so trübe aus.

Texels Strandhäuser, Urlaubsgefühle

Wie oft sehe ich bei Facebook die Bilder wie „So ein bisschen Meer würde mir jetzt gut tun“ oder „Ich will ans Meer, Kopf freipusten“, „Ans Meer kommen, ist nach Hause kommen“ oder „Man sitzt insgesamt zu wenig am Meer“ oder „Vielleicht verfahre ich mich auf dem Weg zur Arbeit einfach mal, zum Beispiel ans Meer“. Letzteren Spruch habe ich meinem Lieblingsmann vorgelesen. Ihr müsst wissen, aus Nordrhein-Westfalen in Deutschland ist es wirklich nicht weit an die Nordsee. Den Haag in den Niederlanden erreichen wir in zwei Stunden und 15 Minuten. Zack – glücklich, würde an dieser Stelle passen! Das war mir gar nicht so bewusst, dass wir Nordrhein-Westfalen zum Beispiel so Niederland besessen sind. War meinem Lieblingsmann an besagtem Tag dennoch zu weit.

Zinas Ankunftsabend am Meer, Urlaubsgefühle

Mein Lieblingssohn Timo hat in Hessen studiert und er musste ein Prospekt entwerfen für sein Studium. Er nahm Texel als Beispiel. Als ich ihm sagte, dass ich ein Foto nicht zuordnen könnte, da sagte er mir, ein anderes niederländische Bild hätte ihm einfach besser gefallen, aber das merke niemand an der Uni; die Dozentin kennt die Niederlande nicht. Das brachte mich zum Staunen. Da sieht man mal wieder, wie klein mein Reisehorizont ist. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass Menschen die Küsten der Nordsee nicht kennen. Ich bewundere immer die Autokennzeichen aus allen Teilen Deutschlands und der Schweiz, die den weiten Weg auf sich nehmen, um ihren Zeh in die Nordsee zu tauchen und ihr Urlaubsgefühl zu leben.

Koffer packen, ins Auto steigen, mit Hundert gemütlich über Hollands Autobahn fahren, in Den Helder an den Fähranleger fahren, das machen wir mit aller Routine. Doch wenn wir dann auf die Fähre gefahren sind und oben auf dem Ausguck stehen, dann ist er da, mein Moment des Kloßes im Hals. Dann steigen mir die Tränen in die Augen und dann denke ich „zu Hause“. Wenn ich dann als Familienglucke noch die Kinder bei mir hätte, wäre meine Welt perfekt. Es ist einfach schön, meine Freude zu teilen. In diesem Jahr hatte ich auf der Fähre keinen Kloß im Hals. Erst als wir an den Blumenfeldern vorbei fuhren, da war er da, der Moment des Heimkehrens. Schön war er. Er gehört einfach dazu.

Zina und Feli in Texels Dünen, Urlaubsgefühle

Jetzt genieße ich mein Stück Texel Heimat vierzehn Tage lang. Wir vier, mein Lieblingsmann, meine beiden Hundemädels Zina und Feli und ich werden einfach mal am Meer sitzen. Nun lassen wir uns den kräftigen Wind um die Ohren wehen. Bleibt uns nichts anderes über, er ist einfach immer da.

Ich sende euch herzliche Grüße von der niederländischen Insel Texel,

Eure BirgitTexel, De Slufter, Urlaubsgefühle

 

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